Pastinaken und Petersilienwurzel – die Kraft aus der Erde
Wurzelgemüse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit – und erlebt heute ein echtes Comeback. Ob Pastinaken, Möhren, Petersilienwurzel, Rote Bete, Sellerie oder Steckrüben: Sie alle wachsen unter der Erde, speichern wertvolle Nährstoffe und sind wahre Allrounder in der Küche. Besonders in der Herbst- und Winterzeit sind sie aus der regionalen Küche nicht wegzudenken.
Was zählt zum Wurzelgemüse?
Als Wurzelgemüse bezeichnet man Pflanzen, deren essbarer Teil ganz oder überwiegend unter der Erde wächst. Dazu gehören unter anderem:
- Pastinaken
- Möhren
- Petersilienwurzel
- Knollensellerie
- Rote Bete
- Steckrüben
- Schwarzwurzeln
Sie sind robust, gut lagerfähig und ideal für die regionale, saisonale Küche.

Pastinaken – das milde Wintergemüse mit Geschichte
Die Pastinake galt lange Zeit als „vergessenes Gemüse“, war jedoch bis ins 18. Jahrhundert eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Europa – noch bevor sich die Kartoffel durchsetzte. Heute ist sie wieder hochgeschätzt, vor allem wegen ihres feinen Aromas und ihrer vielseitigen Verwendung.
Geschmack & Eigenschaften
Pastinaken schmecken mild, leicht süßlich und erinnern an eine Mischung aus Möhre, Sellerie und einem Hauch Nuss. Durch Frost werden sie sogar noch aromatischer – ein typisches Wintergemüse also.
Nährwerte & Gesundheit
Pastinaken sind nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund:
- reich an Ballaststoffen
- enthalten Kalium, Magnesium und Eisen
- liefern Vitamin C und B-Vitamine
- gut verdaulich und magenfreundlich
Gerade in der kalten Jahreszeit sind sie eine wertvolle Unterstützung für das Immunsystem.
Warum Wurzelgemüse im Winter so wertvoll ist
Wurzelgemüse wird meist im Herbst geerntet und lässt sich hervorragend lagern – ganz ohne lange Transportwege oder energieintensive Kühlung. Das macht es besonders nachhaltig.
Weitere Vorteile:
- saisonal & regional verfügbar
- wenig anfällig für Verderb
- ideal für Vorratshaltung
- vielseitig einsetzbar – von Suppe bis Ofengericht
In Zeiten, in denen Regionalität und bewusster Konsum immer wichtiger werden, ist Wurzelgemüse ein echtes Zukunftsgemüse.
Verwendung in der Küche – vielseitig & bodenständig
Pastinaken und anderes Wurzelgemüse sind wahre Verwandlungskünstler:
- klassisch als Suppe oder Eintopf
- im Ofen geröstet als Beilage
- püriert als cremiges Mus
- fein gewürfelt in Aufläufen
- roh geraspelt im Wintersalat
Pastinaken eignen sich besonders gut für herzhafte, deftige Gerichte, aber auch für feine Küche – etwa als Püree zu Fleisch oder als vegetarische Hauptzutat. Wer Lust hat, die bunten Kraftpakete in der Küche zu verwenden, probiert am besten unsere Pastinaken aus dem Ofen, Bunten Gemüsepommes oder unsere Gnocchis mit Schwarzwurzeln aus!

Lagerung & Zubereitung – darauf kommt es an
Lagerung:
Am besten kühl, dunkel und leicht feucht lagern (z. B. im Keller oder Gemüsefach). So bleiben Pastinaken und Co. mehrere Wochen frisch.
Vorbereitung:
- gründlich waschen
- je nach Größe schälen (junge Pastinaken können oft ungeschält verwendet werden)
- Enden abschneiden
Tipp: Größere Pastinaken haben manchmal einen holzigen Kern – diesen einfach herausschneiden.
Petersilienwurzel – die würzige Schwester der Pastinake
Die Petersilienwurzel wird oft mit der Pastinake verwechselt – zu Unrecht. Zwar ähneln sich beide optisch, geschmacklich hat die Petersilienwurzel jedoch ihren ganz eigenen Charakter. Sie ist fester Bestandteil der traditionellen Hausküche und erlebt heute, genau wie anderes Wurzelgemüse, eine verdiente Renaissance.

Geschmack & Aroma
Petersilienwurzel schmeckt kräftiger und würziger als die Pastinake. Ihr Aroma erinnert deutlich an Petersilienkraut, kombiniert mit einer leicht erdigen, herzhaften Note. Dadurch eignet sie sich besonders gut für herzhafte Gerichte und klare Brühen.
Nährwerte & gesundheitlicher Wert
Auch die Petersilienwurzel überzeugt mit inneren Werten:
- reich an Vitamin C
- enthält Kalium, Eisen und Calcium
- liefert Ballaststoffe für eine gute Verdauung
- traditionell geschätzt als stärkend in der Winterküche
Gerade in Suppen und Brühen wird sie seit Generationen eingesetzt – nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen ihrer wärmenden, kräftigenden Wirkung.
Petersilienwurzel in der Küche – klassisch & modern
Die Petersilienwurzel ist ein echtes Multitalent und gehört klassisch zum Suppengrün. Doch sie kann weit mehr:
- als aromatische Basis für Brühen & Fonds
- fein gewürfelt in Eintöpfen
- püriert als würziges Gemüse-Püree
- im Ofen geröstet mit Kräutern
- in Scheiben gebraten als Beilage
Besonders beliebt ist sie in Kombination mit Möhren, Sellerie, Lauch und Pastinaken – ein echtes Dreamteam der Winterküche.
Unterschied zur Pastinake – kurz erklärt
| Pastinake | Petersilienwurzel |
|---|---|
| mild & leicht süßlich | würzig & intensiv |
| weichere Textur | fester im Biss |
| ideal für Pürees & Ofengerichte | perfekt für Suppen & Brühen |
Beide ergänzen sich hervorragend und sorgen gemeinsam für Tiefe und Wärme im Geschmack.
Lagerung & Verarbeitung
Lagerung:
Wie anderes Wurzelgemüse mag auch die Petersilienwurzel es kühl, dunkel und leicht feucht. So hält sie sich mehrere Wochen.
Zubereitung:
- waschen & schälen
- Enden abschneiden
- bei großen Wurzeln ggf. den festen Kern entfernen
Tipp: Petersilienwurzel sparsam dosieren – ihr intensives Aroma kann sonst schnell dominieren.
Fazit: Würze aus der Erde
Die Petersilienwurzel ist ein echtes Aromagemüse und unverzichtbar für die winterliche Küche. Sie bringt Tiefe, Würze und Tradition auf den Teller und zeigt, wie viel Geschmack in regionalem Wurzelgemüse steckt. In Kombination mit Pastinaken und anderen Wintergemüsen entsteht daraus eine ehrliche, wohltuende Küche – perfekt für die kalte Jahreszeit. 🌱🥣



